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Esszimmer modern einrichten

Esszimmer modern einrichten

Der Essbereich ist oft das Herzstück einer Wohnung. Ein Ort an dem Familie und Freunde aufeinander treffen, um sich zu unterhalten, gemeinsam zu arbeiten, miteinander zu spielen und natürlich zusammen zu essen. Ob ein ausgedehnter Brunch, ein ausgelassenes Mittagessen oder ein elegantes Dinner, der Esszimmertisch spielt eine Hauptrolle bei der Einrichtung der eigenen vier Wände. Die richtige Wahl bei Tisch und Stühlen, kann das geselligen Beisammensein vervollkommnen und den Genuss abrunden.

Der Tisch als Herzstück des Wohnzimmers

Ein Esszimmertisch kauft man nicht nebenbei. Er ist eine der größten Investitionen bei der Haus- oder Wohnungseinrichtung und bedarf viel Überlegung und guter Planung. Qualität und Zeitlosigkeit sollten an erster Stelle stehen, da das ausgesuchte Stück täglich genutzt wird und im Idealfall viele Jahre gefallen sollte. Aber auch die Größe spielt eine wichtige Rolle. Es sollte genügend Platz vorhanden sein, um sich bequem an den Tisch setzen zu können. Dafür berechnet man 30 cm zu der Stuhltiefe. Wie lang der Tisch sein sollte, hängt von der Anzahl der Personen ab, mit denen man an dem Tisch sitzen möchte. Hierfür sollte bestenfalls ein Freiraum von 60 cm eingehalten werden. Ist der zur Verfügung stehende Raum langgezogen, passt ein länglicher, rechteckiger oder abgerundeter Tisch besser, als ein runder. Dieser braucht zu allen Seiten Platz und ist eher für größere Räume geeignet. Ein kleiner Essbereich kann mit einem quadratischen Tisch, optimal genutzt werden.

Bei der stilistischen Entscheidung für einen Tisch wäre dann noch die Frage der Materialität und Form zu klären. Hochwertige Oberflächen aus Holz, Glas oder Naturstein, sind auch in Kombination mit einem Gestell aus Metall denkbar. Besonders beliebt, auch bei uns, sind schnörkellose Varianten aus Holz. Der natürliche Werkstoff hat eine warme Ausstrahlung und eine angenehme Haptik.

Die Stühle dürfen natürlich auch nicht fehlen

Klassischerweise gehören um einen Esstisch Stühle, aber auch Bänke sind möglich. Wenn der Platz begrenzt ist oder die Gestaltung des Essbereiches eher minimalistisch gehalten wird, werden ein- oder beidseitig Bänke an den meist rechteckigen Tisch gestellt. Mag man es traditioneller und vor allem bequemer, empfiehlt es sich auf Stühle zurückzugreifen. Hierbei die richtige Wahl zu treffen ist aber nicht leicht. Gerade in der Stuhlwelt gibt es unzählig viele hübsche Designklassiker und moderne Entwürfe die unser Herz kräftig hüpfen lassen. Der „About A Chair“ von Hay, der „Nerd“ von Muuto oder der „Herman Stuhl“ von Ferm Living sind nur einige unserer skandinavischen Lieblinge.

Ist der Tisch auffällig und charakterstark, bieten sich eher einheitliche und dezente Stühle an.Ein Mix aus unterschiedlichen Stühlen, kann aber auch harmonisch wirken, wenn die verschiedenartigen Stile und Farben gut aufeinander abgestimmt sind und um einen filigranen, zurückhaltenden Tisch stehen. Die freie Zusammenstellung ist individueller und bei Bedarf schnell erweiterbar. Je nach ästhetischem Geschmack und vorhandener Räumlichkeit, sind breitere, gepolsterte Stühle mit Rücken- und Armlehnen eine gemütliche Alternative zu schlichteren, aber nicht weniger wohlgestalteten Artgenossen.

Offener Essbereich oder abgeschlossenes Wohnzimmer

Immer häufiger findet man den Essbereich in einem offenen Raumkonzept. Wenn Wohnen, Kochen und Essen kombiniert werden und aufeinander treffen, ist eine aufeinander abgestimmte Gestaltung der Wohnelemente ratsam. Eine visuelle Abgrenzung kann durch den Einsatz von Wandfarbe erreicht werden. Auch ein Teppich unter dem Esstisch trennt den Raum optisch in verschiedene Bereiche.  Wer diese noch etwas strikter separieren möchte, kann ein Sideboard als Raumteiler nutzen und hat gleichzeitig eine formschöne Aufbewahrungsmöglichkeit.

Ist das Esszimmer separat in einem extra Raum gelegen, kann der Einrichtungsstil unabhängig und frei gewählt werden. Da die Küche bei dieser Aufteilung nicht direkt angeschlossen ist und die Wege länger sind, bietet es sich an, sich mit einem kleinen Beistelltisch oder einem Servierwagen zu helfen.

So oder so, ein schöner Essbereich wird täglich genutzt und wird bei uns mit genau so viel Liebe eingerichtet wie der Wohnbereich.

 

Finnland – Natur und Design

Finnland feiert seine 100-jährige Unabhängigkeit. Ein guter Anlass sich in dem skandinavischen Traumland umzusehen.

Natur pur
Das nördlichste Land der EU ist gleichzeitig das waldreichste. 86% der Landfläche sind bewaldet.  Außerdem ist Finnland bekannt als Land der 1000 Seen, wobei es eigentlich weitaus mehr sind. Zudem ist die Wasserqualität außerordentlich hoch. Wasser und Wald sind  allgegenwärtig und das sogar in den größeren Städten. Natur pur, könnte man sagen. 5,5 Mio. Naturverbundene haben in einem Land so groß wie Deutschland, viel Platz diese Liebe auszuleben.

Design ist allgegenwärtig
Wer aber ein hinterwäldlerisches Volk erwartet, irrt sich gewaltig, denn kaum  eine Kultur ist so modern und designaffin wie die der Finnen. Design ist hier mehr als ein hübscher Gegenstand und nicht nur bestimmten Bevölkerungsschichten vorbehalten. Finnisches Design ist eine Lebenseinstellung. Das schnörkellose Alltagsdesign ist praktisch, zeitlos und langlebig. Die funktionellen Gebrauchsgegenstände und Möbel werden seit Jahrzehnten gekauft und bleiben ein Leben lang. Eng verknüpft mit dem Alltag, lassen sich nahezu in jedem Haushalt des skandinavischen Landes zeitlose Designerstücke finden. Die orangene Schere von Fiskars, etwas Buntes aus Stoff von Marimekko oder Geschirr von Iittala gehören für die Menschen in Finnland ganz selbstverständlich zum Leben dazu.

Finnland Designland
Die unverwechselbare Designsprache  ist inspiriert von der einzigartigen Natur in Finnland. Sie zeichnet sich aus durch den durchdachten Einsatz ausgewählter Materialien, ökologisch sensibler Techniken bei der Herstellung und einer klaren Designästhetik. Das Design ist charakterisiert durch Funktionalität, Zeitlosigkeit und Formreinheit. Gefertigt in einer fortschrittlichen Technologienation, werden die modernen Möbel und Wohnaccessoires aus Finnland in die ganze Welt exportiert und erfreuen sich international großer Beliebtheit. Die schönen Produkte aus Holz und Glas sind mittlerweile zu wahren Designklassikern avanciert.

Finnlands Gestalter
Weltweit bekannte Designer stammen aus Finnland und haben die Designwelt mit ihren Ideen bereichert und geprägt. Ein großer Vorreiter des finnischen Designs war der Architekt Alvar Aalto (1898-1976), der 1935 die Möbelfirma Artek gründete und sich mit seinen Entwürfen aus dem naturnahen Material Holz, von anderen Designern seiner Zeit abhob. Er entwickelte ein Holzformungsverfahren mit dem es möglich war Holz biegsam zu machen und somit der Moderne eine weiche Note zu verleihen. Seiner Forderung, Design einen menschlichen Bezug zu verleihen, ist er mit ergonomisch geformten Möbeln selbst nachgekommen.

Aber nicht nur die geschwungenen Möbelklassiker aus Holz sind dem kreativen Kopf entsprungen, auch mit dem Material Glas feierte Aalto große Erfolge. Seine organisch geformte Vase, die er für das  finnische Glasunternehmen Iittala entwarf, setzte ein gestalterisches Zeichen und ist auch heute noch international geschätzt und findet sich gefühlt in jedem zweiten Haushalt.

Weitere Designklassiker aus dem Hause Iittala sind die Sarpaneva Kochtöpfe aus Gusseisen mit  charakteristischem Holzgriff. Der bekannte Entwurf stammt von Timo Sarpaneva (1926-2006) und verbindet traditionell-rustikales Handwerk und funktionelles modernes Design. Die ausgezeichneten Koch- und Brateigenschaften der Töpfe überzeugen und sind in Verbindung mit der besonderen Formgebung ein finnisches Designstatement.

Mit Kaj Franck (1911-1989) und Tapio Wirkkala (1915 -1985) müssen zwei weitere Designgrößen aus Finnland genannt werden. Beide revolutionierten für und mit Iittala das Glasdesign in den 1940 Jahren. Franck war der Ansicht, dass Gegenstände multifunktional und kombinierbar sein müssen und reduzierte seine Entwürfe auf die Grundformen. Als Chefdesigner bei Arabia, einer finnischen Keramikfabrik, entwarf er das berühmte Steingutgeschirr „Kilta“, das heute unter dem Namen Teema von Iittala vertrieben wird.  Sein Motto: „Farbe ist alles, was es zum Dekorieren braucht“, spiegelt sich in vielen seinen Arbeiten wieder.

Aber auch finnische Designer der Jetzt-Zeit sind international etabliert und führen die Kultur der schönen Dinge in Finnland fort. Harri Koskinens darf hier in der Aufzählung keinesfalls fehlen. Er kreierte unter anderem für Iittala und Muuto außergewöhnliche Glasleuchten, die weltweit gefragt sind. Dabei geht ästhetische Formschönheit Hand-in-Hand mit einer funktionellen Wirkung. Die mundgeblasenen Glasobjekte inszenieren stimmungsvoll jeden Raum und sind wie dem anderen finnischen Designklassiker eine Investition fürs ganze Leben.
Das schöne Finnland ruft den Reiselustigen und schenkt dem Designliebhaber finnischen Charme für die eigenen vier Wände.

Nachhaltig – schön

Mit diesen zwei Begriffen kann man die diesjährige Stockholm furniture fair ziemlich treffend zusammenfassen. Seit mittlerweile 60 Jahren wird auf dieser kleinen aber feinen Messe ausgestellt, was der innovative Norden an herausragendem Design zu bieten hat. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder, der Mailänder Möbelmesse, die zweifelsohne die welweit bedeutendste Designmesse darstellt, begeistert uns Stockholm mit seiner so entspannten Art.

Schon beim Betreten der Messe wird einem dies klar: Auf den unaufdringlich gestalteten Messeständen spielt leise Musik, Bio-Lifestyle-Getränke werden von Frauen mit hochgedrehten Dutts und übergroßen Brillen serviert und der Empfang ist herzlich. Auch der vom diesjährigen „guest of honour“, Designer Arik Levy, gestaltete Eingangsbereich steht ganz im Zeichen der Gelassenheit. Stühle und Tische baumeln über einer Sitzlandschaft als Kandelaber verfremdet von der Decke. ‚Design can quickly acquire an over-sophisticated image. 
we forget that the world is actually about people, not tables and chairs‘.

Stockholm zeigt wieder einmal, dass die Zeit der überflüssigen Dinge und der Wegwerfmentalität vorbei ist. Wir konzentrieren uns auf Produkte die einen täglichen Platz in unserem Leben einnehmen und wollen Langlebiges, Entspanntes und Schönes für unser Zuhause.

Die Zukunft ist langlebig und menschlich – hochwertige Verarbeitung, nachhaltige Materialien, lokale Produktionsstätten und Design das das Morgen überdauert sind der ganz klar andauernde Trend. Darüber hinaus fallen viele Produkte aus roh belassenem Holz auf, wie z. B. die Tischleuchte „Wood lamp“ von muuto, die mit dem ELLE interiör Designpreis 2011 ausgezeichnet wurde und überhaupt wird mit dem Werkstoff Holz spielerisch und dekorativ umgegangen. Auch der Einsatz von Pastellfarben fällt auf und erinnert an Design aus den 50er Jahren. Dieser Trend findet beispielsweise ein stylisches Comeback in dem Shuffle table von &Tradition.

Die step ladder von Design House Stockholm ist ein gutes Beispiel für so einen unkomplizierten, täglichen Helfer; sein minimalistisches Design wurde mit dem Elle interiör Designpreis und dem Wallpaper award prämiert. Insgesamt war die diesjährige Stockholm Furniture Fair nachhaltig – schön! In jeglicher Hinsicht und mit skandinavischer, entspannter Selbstverständlichkeit.