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Klein aber fein – Einrichtungsideen für kleine Badezimmer

Kleine Badezimmer einrichten

Wir verbringen jeden Tag durchschnittlich 33 min im Bad. Schön, wenn es nicht nur praktisch und nützlich, sondern auch gemütlich und ansprechend gestaltet ist. Das ist besonders herausfordernd in kleinen Bädern. Nur 7-8 m² groß sind die deutschen Nasszellen im Schnitt. Aber auch kleine Bäder können mit liebevoller und durchdachter Einrichtung groß raus kommen.

Welche Dinge sind essentiell, wie nutzt man es den vorhandenen Raum sinnvoll und wie schafft man eine angenehme Wohlfühlatmosphäre für Körperpflege und Entspannung?

Stauraum schaffen

In einem kleinen Badezimmer ist es wichtig, jeden Zentimeter optimal zu planen. Einerseits überfrachten zu viele Möbel oder Wohnaccessoires den Raum und engen ein. Anderseits brauchen wir im Bad Stauraum für Kosmetik und Hygieneartikel. Hängende Schränke oder Regale können helfen. Sie beherbergen viele Badutensilien, halten den Boden frei und machen den Raum optisch größer. Aufbewahrungsmöglichkeiten bieten auch unterschiedlich große Dosen, Körbe und Boxen. Je nach Gegebenheit kann man diese flexibel unter dem Waschbecken, auf der Heizung, in einer Mauernische oder auf einem Hocker platzieren. Wattestäbchen, Haarbürste und Co verschwinden so in den hübschen Behältnissen und das Bad wirkt aufgeräumter und ruhiger. 

Farbe und Spiegel

Helle Farbtöne und Spiegel lassen das Badezimmer großzügiger wirken und verdoppeln die Lichtausbeute. Traumhaft schöne Exemplare gibt es zum Beispiel von Hay oder Gubi. Je größer der Spiegel, desto größer der Raum. Ein weiteres dienliches Gestaltungselement, sind farbenfrohe Wandhaken, auf denen kuscheligweiche Handtücher arrangiert werden können. Besonders beliebt bei uns und unseren Kunden, sind sind die formschönen Dots von Muuto. Die breite Farbpalette lässt keine Wünsche offen und die Haken lassen sich perfekt in unterschiedliche Farbkonzepte zu integrieren. Hochwertige Textilien in den passenden Farben machen das Bad zusätzlich auch wohnlicher und gemütlicher. Sich morgens nach dem Duschen in ein weiches Badetuch zu kuscheln gehört für uns zum perfekten Start in den Tag.  

 

BUMAZIN – WohnBuch oder Magazin?

Die neue Kolumne von Constanze Köpp:

Oh, ich liebe sie! Diese dicken, schönen schweren, teuren Interieurbücher. Könnte ich aus ihnen Türme bauen, ich bräuchte keine Möbel mehr. Und ich liebe es, ihre Schutzumschläge abzuziehen, denn ich hasse sie, die Buchkondome. Sie verdecken oft ein wundervolles, schlichtes Leinen. Der erste Eindruck zählt, aber manchmal trügt er auch, der Schein. Es bedarf – wie bei einem Menschen – der Blick ins Innere, um Feuer und Flamme zu sein. Und deshalb schmeiße ich die Überzüge weg. Scheiß auf Schutz! Die Bücher dienen mir sogar als Untersetzter für die Kaffeetasse, wenn ich mein Tablett nicht holen mag. Aber das ist okay – denn ich NUTZE und BENUTZE meine Bücher. Sie zieren nicht die Bücherschränke, sie zieren meine Wohnung. Sie sind Hingucker sowie Drauf- und Untersetzer.

Können die Wohnzeitschriften das toppen? Sie treten nicht in Konkurrenz mit meinen Büchern, aber sie sind nicht unwichtig für mich. Wie könnte ich sie jemals übersehen, wenn sie wie Unkraut aus den Supermarktregalen sprießen! In kleinen Kiosken wirken sie sogar wie Wandtapeten, weil ihre Cover so bunt und so dicht. Sie liegen aufeinander, nebeneinander, untereinander – die reinste Gruppenorgie! Aber aus ihnen baue ich keine Türme. Und doch mag ich sie, weil sie neben neuer Produkte auch spannende Werbeanzeigen haben. Und immer kunterbunt, für jeden was dabei: für jene mit Schuppen, für Schnarcher und für Blasenschwache.

Also – Bücher oder Wohnzeitschriften? Meine Kunden kaufen eher Magazine: „Frau Köpp, ich habe ein Abo von meinem Mann zu Ostern bekommen. Und ab und zu, da schaue ich auch mal die alten Ausgaben wieder an.“ So so! Wann denn? Am Ende ist klar: das Abo darf auslaufen, aber nicht verlängert werden. Abhängigkeit ist doof und lässt so wenig Augenmerk für Konkurrenz. Wir räumen also die Regale frei und wirbeln ne Menge Staub auf. Dann wird es kreativ. Seiten werden herausgerissen, zurecht geschnitten und eingerahmt. Dafür fliegen dann IKEA-Bilder von der Wand und segnen für immer das Zeitliche. Für mich dürfen Bilder niemals von der Stange sein! Bilder sind Kunst. Kunst ist Lebensgefühl. Und so rahmen wir neu. Und gehen von Zimmer zu Zimmer. Und in Zukunft kauft meine Kundin auch mal gerne einen schicken, dicken Schinken.

Ja, ich liebe sie, die dicken Wälzer. Das ist Wohnen, Lesen, Staunen und Inspiration in Einem. Ohne Unterbrechung.  Ich könnte jeden Tag mein Konto überziehen, wenn ich der Buchhandlung nicht entkomme, weil ich wie im Sog hineingezogen werde. Die Rolltreppe hinauf, da warten sie schon alle sehnsüchtig auf mich. Ich kann sie ja nicht alle nehmen und reiße wahrscheinlich enge Freunde auseinander, aber ich komme ja wieder.

Und die Magazine? Sie halten mich mit Produktneuheiten und Heimwerker-Tricks auf dem Laufenden. Und manche Produkte finde ich sogar noch schön, zum Rausreißen schön. Und damit sie keine Platzschmarotzer werden, landen sie nach dem Rausriss in meinem ganz persönlichen Ordner Wohnordner. Einer in wundervollem Leinen, damit sie sich schön zu den dicken Wohnbüchern gesellen können.

Und Sie? Bücher oder Magazine? Oder das eine nicht ohne das andere?
Wie auch immer – beim nächsten Mal geht es hier wieder emotionaler zur Sache:
Männer-Single-Buden vs. Frauen-Single-Buden.

Schalten Sie dann gerne wieder ein,
Ihre
Conni Köpp