Folge 21: Modern verschmückt

Wenn ich mich – wie jedes Jahr an die Gerüche, die Düfte, die Bilder und Gefühle aus meiner Weihnachts Kindheit erinnere, dann vermisse ich so viel wie jede andere meiner Freundinnen auch. Besonders aber diese Ruhe vor dem großen Sturm. Diese warme große Stube. Die Backfreuden unserer Mütter. Den kleinen Ofen, den mein Vater uns 3 Damen an die Füße schob. Und dann gab’s Fernsehen, ziemlich überschaubar allerdings. Nur schmücken – das duften wir Kinder nie. Bis heute bleibt der Anblick der großen glitzernden Tanne in der Stube für den Rest der Familie tabu. Bis die digitalen Kirchenglocken ertönen und wie magisch sich am 24.12. die Tür zur Stube öffnet. Jetzt, 30 Jahre später, hat sich wahrscheinlich nur in puncto Weihnachtsschmuck ganz viel geändert. Okay, und diese große Stube gibt es jetzt nicht mehr. Und nicht mehr alle Großeltern.

In weniger als 7 Wochen ist Heiligabend. Ich mag die Hektik in den Geschäften, mag die Gespräche über Geschenkideen am Weihnachtsmarkt. Und wenn man verliebt ist, wenn man Kinder hat, dann ist der Zauber dieser Zeit besonders magisch. Aber noch ist nicht Heiligabend, jedoch bald 1. Advent. Bis dahin muss die Stube glänzen, tauschen wir die frischen kräftigen Farben des Sommers aus gegen gedeckte, warme, erwärmende. Und der Adventskalender darf nicht fehlen. Den aus Billigschokolade haben wir verbannt, es gibt ja heute so viel schönere. Selbstgemachte. Selbsterdachte. Die Kalenderauswahl ist so groß, wir könnten uns in jeden Raum wohl einen hängen. Aus Holz, aus Jute, aus Samt und aus Papier – und Kind und Partner lieben es besonders. Es erinnert so an unsere Kindheit. Damals schon am 1. bis zum 24. geluschert…..was war das typisch für die Großen der Kleinsten.

Kennen Sie „Advent to go“? Der F4Y-Shop überrascht seine Käufer und Stammkunden jedes Jahr aufs Neu. Servierschalen in Form von Tannenbäumen. Hätte ich doch nur schon einen Kamin – es hingen auch die zig Paar Filzstiefel an einer langen Kordel davor. Und Nüsse, Mandarinen und Korinthen spielten mit unseren Fingern. Wir können immer wieder tolle Gutscheine – auch selbst gebastelt – verschenken, aber dazu und für den Wohnbereich sollten wir uns immer mal ein bisschen neuen Schmuck gönnen. Gehen Sie rechtzeitig die Kartons mit Weihnachtsdeko durch. Nein, man muss NICHT den allerletzten Nippes aus den 80ern behalten, wenngleich man sich langsam der Nostalgie bewusst wird. Aber wir müssen nicht über Antikmärkte laufen, für eine Kugel 30€ hinblättern, wenn wir es doch schneller, einfacher, bequemer und günstiger haben können. Wozu gibt es denn diesen Shop? Wozu gibt’s Menschen, die bereits die schönste Deko ausgegraben und für Sie bereit gestellt? Sie müssen lediglich staunen, bewundern und bestellen.

Der Rest erledigt sich von ganz allein. NussknackerTannenbäumchenStreusternchen, Strümpfe und Co – nur die Mandarinen kaufen Sie selbst, die Nüsse und Korinthen auch. Und auch backen können wir noch nicht für Sie, wobei Sie sicherlich lustige Backförmchen entdecken werden, wenn die nicht gerade ausverkauft. Also: Duft, Schmuck, Wärme und Musik – Duftlämpchen, Räucherstäbchen, Lichterketten, und Oblatenkekse. So schön ja aufgeräumte, klare Häuser sind – zur Weihnachtszeit, da dürfen Sie auch gern mal übertreiben. Mehr Kerzen, mehr Backen, mehr Girlanden. Und mittendrin das Bäumchen, und vorher noch den A-Kalender. Aber erklären Sie den Kindern, was es damit auf sich hat. Und vergessen Sie nicht – auch wenn Ihnen die Stimmung auf Weihnachten vermasselt wird, wodurch auch immer – Ihre Kinder werden sich in Jahren noch an diese Zeit erinnern. Sorgen SIE dafür, dass es beeindruckende Erinnerungen sein werden!

Fröhliche Vorweihnachtszeit,

bis bald, Ihre Conni

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