Folge 15: Noch graue Maus oder schon Farbfrosch?

Winter adé – tut uns nicht weh! Der Winter hat wenig Chance, sich uns dieses Jahr noch aufzudrängen. Gut so, denn immerhin erfrieren auch Gemüter bei eisigen Temperaturen. Menschen fluchen hinterm Steuer und Zuhause können die Heizungen nie weit genug aufgedreht werden. Kälte ist unsexy und wenig einladend. Und deshalb kümmern wir uns schnell um Farben, die an nichts anderes erinnern als: Winter adé – ich kann den Frühling schon riechen!

Ich ziehe Google zu Rate, denn von Trends habe ich wenig Ahnung. Ich kleide und wohne nach eigenem Gusto. Wer will schon jedes Mal mit der Trendwelle schwimmen? Aber für jene, die gern dabei sein wollen, hier die Info, frisch vom Netz gezapft: Auf der Haut tragen wir „…überraschend farbig sowie klassisch zurückhaltend. Helles Gelb (doch bitte keinen Pipi-Ton) und strahlendes Violett kontrastieren mit dunklem Petrol und sattem Rot.“ Zum Glück überlese ich nicht den letzten Satz, der da heißt: „Schwarz und Weiß sind auch wieder mit von der Partie!“ Liege ich nun doch im Trend oder bin ich intuitiv einfach weit vorn? Mein Bad glänzt nämlich seit einem Jahr in schwarzen Wänden und weißen Dekos um die Wette.

Und worin fühlt sich unsere Wohnung dieses Jahr so wohl? „Authentic life”: Luftig, leicht und erfrischend wirkt die Raumatmosphäre mit Farben, die einen starken Bezug zur Natur aufweisen.“ – Also, dann mal nichts wie los, die Natur ins Haus holen! Ich habe sehr schöne Acrylhocker mit eingegossenen Weidestöckchen entdeckt. Geflochtene  Treibhölzer als Lampenständer, Leinwände mit purem Sand beklebt…..das sollte fürs erste reichen. Ist die Natur nicht am schönsten auf freier Wildbahn? Vielleicht. Aber das eine schließt das andere zum Glück nicht aus. Auch ich rate meinen Kunden immer eher zu unbehandelten Hölzern (Tische, Stühle, Betten, Truhen) statt zu Glas und Metall, die sie mit Farben kräftig hervorheben können. Türkise Schalen für grüne Limetten, Goldene Schüsseln für weiße Knoblauchzehen…..toskanische Pflanzentöpfe für saftig-frische Kräuter entlang der Küchenfensterbank.
Menschen brauchen Farbe! Ein Raum ganz nur in Weiß mag strahlen. Er mag auch sauber und freundlich wirken. Für die einen. Die anderen gewinnen diesem Trend nur wenig Freude ab, denn nach einiger Zeit scheinen sie auch innerlich ganz zu verblassen. Schnell müssen dann wenigstens bunte große Blumen in bunten hohen Vasen her.
Farben wirken. Aufs Gemüt und auf die Stimmung. Eine schwarze Wand macht nicht gleich depressiv, sie kann sehr edel wirken, wenn Drumherum viel Klarheit herrscht. Und Chrom dazu – très chic! Ein Schlafzimmer in pink erfreut vielleicht am Tag die Singlefrau, aber über Nacht nicht unbedingt den nächsten Daterich. Zu wenig Dominanz, zu viel geballte Weiblichkeit! Wohnräume schreien nach Ausgleich. So kann ein Flur gern kräftig grün gestrichen sein, von der Decke hängt ein Kronleuchter und an den Wänden hängen elegante Fotos, synchron aufgehängt (z.B. Portraits berühmter Persönlichkeiten). Dunkelblau sieht sehr schön aus in Schlafzimmern mit hohen Wänden und Stuck unter der Decke. Gold und Holz dazu, schwere Tagesdecken übers Bett geworfen – très chic!

Und schnell finde ich mich erneut auf Google wieder: „Farben haben alle eine bestimmte Bedeutung, warum auch die Kombination dieser entscheidend für unser Wohlbefinden ist. Rottöne: Dynamik und Lebendigkeit, daher eher bedächtig einsetzen. Blautöne: beruhigende Wirkung. Grün: fördert Gleichgewicht und Frieden.  Gelb: regt die geistige Energie an, steht für Gelassenheit und Toleranz. Orange: aktiviert konstruktive Energien, fördert die sozialen Fähigkeiten…“

Und nun haben auch Sie die Qual der Wahl – aber zum Glück müssen Sie nicht gleich zum Pinsel greifen, denn hier im F4Y-Shop gibt’s ja bekanntlich tolle Farbenkracher, die schon durchs bloße Anschauen ein Wohlfühlen garantieren! Und nicht vergessen: unsere Produkte können Sie umstellen, austauschen, verstauen. Eine bunte Wand mal eben nicht.
Aber wenn Sie unsicher sind, gibt es ja Menschen wie mich (WOHNKOSMETIK), die mit fabenfröhlichem Gemüt auch Ihnen gerne auf die Sprünge helfen.

Danke, dass Sie mich wieder gelesen haben.

Bis bald, Ihre Conni

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