Folge 04: Alle Vöglein sind bald da, alle Vöglein, allllleeee….

Schluss damit! Schluss damit, die Krokusse leiden zu sehen bei der Kälte. Schluss mit  hartnäckigen Eiskrusten auf Fahrradwegen. Schluss damit, die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen und den Winterspeck unter 4-fach-Kleidungslagen zu verstecken. Schluss mit Blässe und zu viel Make up auf den Wangen. Uns steht ganz deutlich ins Gesicht geschrieben: es mangelt an Vitamin D. Aber zum Glück spielen die Jahreszeiten nicht gänzlich verrückt und jeder Winter wird vom Frühling abgelöst.  Spätestens um den 21. März müssen wir das Winterfell abgeworfen, Omas Pelz im Keller verstaut, Moonboots in Kartons gesperrt und Handschuh, Schal und Ohrenschützern den Rücken gekehrt haben. Jetzt soll es blühen! In uns, mit uns und um uns herum. Doch wo fangen wir an? Natürlich bei der Basis – in unseren vier Wänden.

„Wie wundervoll ist die Natur! Man sieht so viele Blüten, auch sieht man Schafe auf der Flur und Schäfer, die sie hüten. Ein leises Lied erklingt im Tal: der müde Wandrer singt es.
Ein süßer Duft ist überall, nur hier im Zimmer stinkt es!“ (Heinz Erhardt)

Ein großer Eimer frisches Wasser und noch frischere Brisen Putzparfüm. Ein neuer Lappen, neue Handschuhe und ab geht’s: für Fenster mit Durchblick, Schränke ohne Motten, Lampenschirme ohne Spinnweben, Teppich ohne Flusen und Küchenschränke ohne Schmiere. Füllen wir die blauen Säcke, die im Frühling nur darauf warten, unser Lästiges zu schlucken, damit wir endlich Platz für den Frühling machen. Haben Sie zu viele Tassen im Schrank, verschenken Sie welche. Der Mensch braucht nicht viel und benötigen tut er noch weniger. Bunte Schüsseln, noch buntere Blumen in poppigen Vasen und frische Kräuter in der Küche. Und ich bin sicher – wenn wir gründlich sind, weil uns Oberflächlichkeit am Ende doch nur straft,  finden wir hier und da sogar noch Überraschungseier oder Weihnachtsnugat unterm Sofa oder hinterm Schrank. Tauschen Sie alles Dunkle, was Weihnachten noch weihnachtlich wirkte aus gegen Helles, Freundliches, Buntes, Kräftiges. Bemalen Sie Bilderrahmen oder rahmen Sie poppige Tapetenbilder ein.

Aber vor allem, wonach wir uns alle sehnen, weil auch die Stimmung heller wird: Gehen wir raus. Schreien wir die Wolken weg und beten wir die Sonne an. Schmelzen sollen unsere noch vor Wochen vereisten Gesichtszüge. Und immer schön lächeln – in uns und um uns herum – denn lächeln schützt vor (Frühjahrs)Müdigkeit!

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